Geposted von esporti,
Zum Start des BLAST.tv Paris Major 2023 hat es mehrere Überraschungen gegeben. Als Wundertüte entpuppen sich derweil Grayhound Gaming und Apeks. Das letzte CS:GO-Major in Frankreich ist mit einem Feuerwerk von spektakulären Ereignissen gestartet. Am Montag gab es ein historisches Ereignis, das äußersten Seltenheitswert hat. Zudem hat G2 Esports-Youngster Ilya 'm0NESY' Osipov eine erstaunliche Vorstellung gegen Complexity Gaming abgeliefert.

Erst zum dritten Mal: Apeks gelingt seltenes Kunststück



Als drittes Team der Major-Geschichte musste Grayhound Gaming eine glatte 0:16-Pleite hinnehmen. Dies geschah am Montagabend im Zweitrundenmatch gegen Apeks. Nach dem überraschenden Comeback im Duell mit FORZE Esports, das das Lineup um Alistair 'aliStair' Johnston trotz 3:12-Rückstand noch gewann, ging gegen die Altmeister um Joakim 'jkaem' Myrbostad auf der Map Mirage gar nichts mehr.

Apeks ist erst das zweite CS:GO-Team in der Major-Geschichte, dem ein 16:0-Ergebnis glückt. Keinem Geringeren als Rekordsieger Astralis ist dieses Kunststück zuvor zweimal gelungen: Beim FACEIT Major London 2018 gewannen die damals überragenden Dänen ohne Rundenverlust gegen MIBR, später im Major der IEM Katowice 2019 klappte der Durchmarsch gegen Cloud9.



Grayhound nahm die Klatsche mit Humor, vor allem weil die Major-Chancen beim Stand von 1:1 nach Matches weiterhin offen sind. Währenddessen brachte aliStair das Klassiker-Zitat von Fußballer Genaro Gattuso auf Twitter: "Sometimes maybe good, sometimes maybe shit."

Twistzz macht FaZe zum "Underdog"



Russel David Kevin 'Twistzz' Van Dulken hat mit dem Mitfavoriten FaZe Clan die ersten beiden Matches in Paris gewonnen. Trotzdem hat er zu Beginn des Turniers im Interview mit James 'James Banks' Banks erklärt, dass FaZe eigentlich nicht zu den Topanwärtern gehöre.



Der Kanadier nimmt mit seiner Aussage den Druck vom Team, das dank des RMR Decider Events überhaupt noch als letztes Team das Ticket nach Paris lösen konnte. Ingame-Leader Finn 'karrigan' Andersen machte derweil deutlich, dass sich sein Team in puncto Kommunikation noch steigern müsse.



Dennoch scheint der Major-Sieger von Antwerpen deutlich besser im letzten CS:GO-Event dieser Klasse bestens angekommen zu sein. Die Nervenstärke im Auftaktspiel gegen Monte hat FaZe bewiesen, während der 16:12-Sieg gegen paiN Gaming nahezu ungefährdet war.

Überragender m0NESY schießt Complexity ab



Ilya 'm0NESY' Osipov hat ein Ausrufezeichen in der Challengers Stage gesetzt. Beim 16:9-Erfolg gegen Complexity Gaming glänzte der 18-jährige AWP-Star auf Inferno mit einer 34:9-K/D und lieferte somit ein überragendes Spiel ab.



"Es hat sich großartig angefühlt", so m0NESY nach dem Match, "Wir haben sie ausgespielt und waren immer einen Schritt voraus." Zwar seien auch unnötige Runden dabei gewesen, wie der 1vs3-Clutch von Håkon 'hallzerk' Fjærli, doch insgesamt schätze der russische Star die Leistung seines Teams als sehr gut ein.



Bereits zum Auftakt gegen The MongolZ siegte der Gewinner der IEM Katowice 2023 auf Inferno, musste aber einen 6:11-Rückstand drehen. Auch hier überzeugte m0NESY mit 25 Frags. Insgesamt haben sich mit FaZe, G2 und ENCE drei der großen Favoriten in ihren ersten beiden Matches durchgesetzt. Für G2 geht es gegen den Überraschungsgegner Apeks um die Chance auf den Einzug in die nächste Runde.

MOUZ und Liquid stehen sich selbst im Weg



Für den Rio-Halbfinalisten MOUZ geht es bereits um alles oder nichts. Gleiches gilt für die US-amerikanische Hoffnung Team Liquid. Beide Lineups verloren ihre Matches am Montag und müssen beginnend ab Dienstag jedes Best-of-Three gewinnen, um noch die Legends Stage zu erreichen.

Die Parallelen bei beiden Teams sind unverkennbar: Oft stehen sie sich selbst im Weg. Für den deutschen Vertreter Jon 'JDC' de Castro gab es mit seinen MOUZ-Kollegen mehrfache Kommunikationsprobleme, was unter anderem in der zweiten Runde gegen OG auf Ancient deutlich wurde. Trotz gelegter Bombe verspielten die Mäuse in Runde 12 einen 3:1-Vorteil gegen Abdulkhalik 'degster' Gasanov. OG gewann mit 16:11, wodurch MOUZ nach der 9:16-Auftaktpleite gegen die Ninjas in Pyjamas unter Zugzwang steht.



In ähnlicher Manier verpasste Team Liquid den Mappunkt gegen FORZE auf Nuke und verlor anschließend das Match. Trotz eines 4:2-Vorteils lief einer nach dem anderen in das Crosshair von Aleksandr 'zorte' Zagodyrenko, der zu den besten Fraggern des ersten Spieltages von Paris gehörte. Für Liquid war es der nächste Rückschlag, nachdem zuvor der Start gegen Apeks mit 12:16 verloren ging.



MOUZ trifft am Dienstag auf die bislang blass gebliebenen Gegner von GamerLegion. Team Liquid bekommt es mit den brasilianischen Underdogs Fluxo zu tun. Die ersten Entscheidungen fallen somit: Zwei Teams werden sich für die Legends Stage qualifizieren, während zwei andere vorzeitig ihre Koffer packen müssen.



(Bildquelle: Apeks/Twitter, ESL, BLAST - Montage)

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