Geposted von TripleCrunch,
Berichte des Journalisten Richard Lewis enthüllen neue Details zum Strategie-Leak-Skandal rund um HUNDEN aus dem Jahr 2021. Demnach habe der damalige Heroic-Coach versucht, speziell auf Astralis zugeschnittene Strategien an die Konkurrenten weiterzugeben. Diese Meldung schockierte im August 2021 das internationale Counter-Strike: Der damalige Heroic-Coach Nicolai 'HUNDEN' Petersen soll unmittelbar vor der IEM Cologne 2021 „strategische Team-Informationen“ an den direkten Konkurrenten Astralis weitergegeben haben. HUNDEN wurde dafür von der Esports Integrity Commission (ESIC) mit einer Sperre von zwei Jahren bestraft. Mittlerweile häufen sich jedoch die Details, wie verzwickt die Lage war.

Lewis-Report vom März zeigt neue Details



Wie der E-Sport-Journalist Richard Lewis am Dienstag enthüllte, soll es sich bei den Informationen nicht um simple Strategien gehandelt haben. Unter anderem habe HUNDEN versucht, speziell auf Astralis ausgerichtete Strategien von Heroic an den direkten Konkurrenten durchzustecken. Diese habe er dem damaligen Astralis-Coach Dennis 'vnG' Vang zugänglich machen wollen. Lewis beruft sich dabei auf Chats, E-Mails und weitere Dokumente, die im Gerichtsverfahren zwischen Heroic und HUNDEN als Beweismittel sichergestellt wurden. Auf diese will der Journalist Zugriff bekommen haben und die Inhalte nun Stück für Stück enthüllen.



Laut Lewis sollen die nun enthüllten Chats zudem deutlich machen, dass Astralis nicht gewollt habe, dass HUNDEN die Strategien durchstecke und ihn dafür angeblich tadelte. Womöglich habe HUNDEN versucht, Loyalität gegenüber seinem zukünftigen Arbeitgeber zu beweisen und diesem zu mehr Erfolg zu verhelfen, so Lewis. Allerdings wurde später auch Gegenteiliges berichtet, dass HUNDEN bedrängt worden sei, Informationen preiszugeben.

HUNDEN und Astralis sollen bereits im April 2021 einen Vertrag gehabt haben



Denn wie Lewis‘ Berichte ebenfalls enthüllen, soll HUNDEN bereits Monate vor dem Vorfall mit Astralis in Kontakt gestanden und teilweise für die Organisation gearbeitet haben.

Demnach soll am 8. März 2021 eine Mail des Director of Sports von Astralis, Kaspar Hvidt, bei HUNDEN eingegangen sein. Darin sei das Angebot der Head-Coach-Position enthalten gewesen. Nach weiterem Schriftverkehr soll am 2. April ein Vertrag von HUNDEN und Astralis‘ CEO Anders Hørsholt unterschrieben worden sein. HUNDEN hatte zu diesem Zeitpunkt einen laufenden Vertrag bei Heroic bis Mai 2022.

Jedoch sei HUNDEN trotz der unklaren Vertragslage fest davon überzeugt gewesen, für Astralis zu arbeiten. Er habe daher seit März 2021 auf Drängen eines Mitarbeiters von Astralis unter anderem Spieler für die dänische Organisation empfohlen und rekrutiert. Weiterhin soll Astralis einen Kontakt zwischen HUNDEN und einem Anwalt hergestellt haben, um den Coach aus seinem Vertrag bei Heroic zu bekommen.



HUNDENs Sperre aufgrund des Leak-Vorfalls wurde im Januar 2023 vorzeitig aufgehoben. Unmittelbar danach verpflichtete Astralis den Dänen als Head Analyst.

Über die Details der weiteren Enthüllungen von Richard Lewis halten wir euch auf dem Laufenden.

Bildquelle: Astralis, ESL/Michal-Konkol - Montage

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