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07 Dezember
19:00 CET
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Anschuldigung von HUNDEN: Mehrere Spieler wussten, dass ich betrüge

Geposted von EddieCochran,
Nicolai 'HUNDEN' Petersen ändert seine Version bezüglich des Coaching-Bugs und nennt nun Spieler als Beteiligte. Zudem ereilt den ehemaligen Heroic-Coach eine Zwei-Jahres-Sperre der Esports Integrity Commission wegen Verletzung der Integrität des E-Sport. Zwei Jahre Sperre und eine weitere Schlammschlacht mit Heroic: Die Schlagzeilen um den dänischen Counter-Strike-Trainer und Nicolai "HUNDEN" Petersen reißen nicht ab. Die Esports Integrity Commission (ESIC) hat am Freitag gegen den Ex-Profi eine Sperre von zwei Jahren wegen der Verletzung der Integrität des E-Sport verhängt. Einen Tag zuvor beschuldigte der Däne in einem Interview mit dem dänischen TV-Sender TV 2 Sport Spieler von Heroic, von seiner Nutzung des Coaching-Bugs gewusst zu haben.

Zwei Themen mit Zündstoff



Zwei Themen also, die für Zündstoff in der Counter-Strike-Community sorgen. Die Sperre der ESIC bis zum 24. August 2023 hatte sich seit einigen Tagen angekündigt. HUNDEN hatte sich dazu bereits in der Öffentlichkeit geäußert. Zudem zieht sein ehemaliger Arbeitgeber Heroic wegen der Weitergabe von vertraulichen und sensiblen Informationen aus dem Strategie-Ordner gegen ihn vor Gericht.



In der Stellungnahme der ESIC vom Freitag wird das Ergebnis der Untersuchung vorgestellt. Darin heißt es, HUNDEN habe als Mitarbeiter von Heroic "strategische Team-Informationen" kurz vor den IEM Cologne 2021 an ein gegnerisches Team übermittelt. Allerdings soll der Empfänger zum damaligen Zeitpunkt keinen Zugriff auf die Daten gehabt haben, weshalb die ESIC die IEM Cologne von dem Vorgang als nicht betroffen einstufte.

Adressat offenbar Astralis



Die ESIC stellte darüber hinaus fest, dass HUNDEN mit dem adressierten Team, an das er das Material senden wollte, über eine Anstellung verhandelt haben soll. HLTV berichtete Anfang Juli davon, dass Astralis mit dem Dänen Gespräche geführt hätte, weil der aktuelle Coach Danny 'zonic' Sørensen einen Abschied in Erwägung ziehen soll.



Das Verhalten des 30-Jährigen stuft die ESIC als Verletzung der Integrität des E-Sport ein. Als Bestätigung und Eingeständnis des Fehlverhaltens wertet sie zudem einen von HUNDEN veröffentlichten Tweet ein, in dem er am 28. Juli geschrieben hatte: "Das Material, das ich geteilt habe, ist Anti-Strat-Material von Gegnern."

Keine Anhörung von HUNDEN?



Die Esports Integrity Commission widerspricht auch den am Donnerstag von HUNDEN getätigten Aussagen gegenüber TV 2 Sport. Der Däne hatte behauptet, die ESIC hätte ihn in der Angelegenheit nicht angehört.

Diese wiederum schreibt, dass sie den früheren Profi am 19. August mit den Vorwürfen per E-Mail konfrontiert und um eine Stellungnahme gebeten hätte. Der Coach hätte laut der ESIC nicht darauf reagiert.

"Ich möchte keine Namen nennen"



In dem Interview mit TV 2 Sport tätigte HUNDEN bezüglich des Coaching-Bugs zudem eine Behauptung mit hoher Brisanz. Entgegen vorherigen Aussagen betonte Nicolai Petersen, dass Heroic-Spieler von seiner Nutzung des Coaching-Bugs gewusst hätten.

HUNDEN hatte in einem Interview vom 29. April dieses Jahres gegenüber TV 2 SPORT noch erklärt, er habe auf eigene Faust und ohne Wissen seiner Spieler den Coaching-Bug im Spiel ausgenutzt. Diese Erklärung zieht er nun zurück.

Für die Nutzung des Coaching-Bugs wurde HUNDEN im September des vergangenen Jahres für zwölf Monate gesperrt. Später wurde die Strafe auf acht Monate reduziert. Heroic beschäftigte ihn bis zum Ablauf der Sperre als Analyst, danach war er wieder als Head-Coach tätig.

Im jüngsten Interview mit TV 2 Sport sagte HUNDEN: "Einige der Spieler waren sich dessen bewusst. Ich möchte keine Namen nennen, da ich denke, es liegt an den Spielern selbst." Zum damaligen Zeitpunkt bildeten Casper 'cadiaN' Møller, Martin 'stavn' Lund, René 'TeSeS' Madsen, Nikolaj 'niko' Kristensen (aktuell OG) und Johannes 'b0RUP' Borup (aktuell MAD Lions) das Lineup von Heroic.



Der Vorstandsvorsitzende der Organisation, Joachim Haraldsen, wies gegenüber dem dänischen Sender die Vorwürfe zurück. Haraldson argumentierte, dass HUNDEN seine ehemaligen Spieler anschwärzen würde, nachdem er im Juli von Heroic entlassen worden war und nun ein Rechtsstreit zwischen ihm und der E-Sport-Organisation laufe. Am Freitag begrüßte die Organisation das Vorgehen der ESIC auf Twitter, ging aber mit keiner Silbe auf HUNDENs Vorwürfe gegen die aktuellen und früheren Heroic-Spieler ein.

Pimp glaubt an Spieler-Beteiligung



Unterstützung hingegen erfährt HUNDEN vom Counter-Strike-Experten Jacob 'Pimp' Winneche, der Einsicht in das Material seines Landsmanns bekommen hätte. Der frühere Profispieler äußerte gegenüber TV 2 Sport, dass "der Trainer höchstwahrscheinlich die Wahrheit sagt".

Der Inhalt des Materials hinterlässt nach Ansicht von Pimp viele Fragen hinsichtlich der Nutzung des Coaching-Bugs und der Involvierung von Spielern. Es sei unwahrscheinlich, dass lediglich das Team von Heroic von der Nutzung des Bugs gewusst haben soll.

TV 2 Sport hat sämtliche betroffene Spieler des damaligen Heroic-Lineups befragt. Keiner der CS:GO-Profis habe bisher eine Stellungnahme dazu abgegeben.

Foto: DreamHack

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